Verehrte liebe Gemeinde, liebe Freundinnen und Freunde,
eine traurige Mitteilung ereilte mich eben bei der Leküre der Spiegel-Nachrichten. Ich hatte den netten Zeitungsleuten vor kurzem einmal eine Mail geschrieben und Sie werden es kaum glauben, die haben mir geantwortet! Sie sagten etwas von einem Spam-Ordner, was ich nicht verstand. Aber diese ganze Technik ist mir sowieso ein Gräuel.
Soviel habe ich aber doch verstanden, sie haben es in ihrem Spam-Ordner archiviert, und werden es bestimmt irgendwann einmal bearbeiten. Ich habe ja viel Zeit. Die traurige Mitteilung ist aber, dass ich mein Buch "Miss Johnen und der letzte Grüne" nicht auf der Bestsellerliste der Leipziger Buchmesse vom Spiegel finde. Dabei habe ich mir so viel Mühe gegeben. Als ich die Liste las, stutzte ich etwas beim "Lernen im Bordell", aber das war dann doch nicht mein Buch. Nun, warum soll nicht das Glück dem Tüchtigen hold sein? Die lieben Freunde beim Spiegel nehmen vielleicht den Spam-Ordner vor der nächsten Buch-Messe noch einmal in die Hand und finden dann vielleicht meine Nachricht. Bis dahin werde ich mich in Geduld üben, obwohl üben eigentlich nicht meine Stärke ist, ich kann lieber schon alles. Ich bin ja nicht umsonst Pater, Gottes Fügung hat ja da noch ein Wörtchen mitzusprechen. Trotzdem, ein bisschen traurig darf ich doch schon sein, oder gehört sich so etwas nicht für einen Pater?
Ihr Pater Kneippbach
Mittwoch, 12. März 2008
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8 Kommentare:
Hochverehrter Pater,
"Miss Johnen und der letzte Grüne", vielleicht sollten Sie das Jahrhundertwerk auf die Besten Liste von "Mein Schöner Garten" setzen lassen.
Sehr geehrter Herr Kneippbach,
Kopf hoch das wird schon in Gedanken sind wir aus Uribistan kolllektiv bei Ihnen.
Ein herzlich grüssender Herrmann Finkelseen
Lieber, verehrter Herr Finkelseen,
es tut wohl, nicht immer nur Trost spenden zu müssen, sondern ihn auch einmal zu empfangen. Ich danke Ihnen und stellvertretend auch den vielen anderen, die mich gern haben, und das auch können.
Ihr Pater Kneippbach
Lieber Herr Pater,
ich höre sehr viel Aggression aus Ihren Zeilen. Jederzeit können Sie sich in den sandigen Schoss der Uribi Schwestern und Brüder begeben und mit uns darüber reden.
Sie können uns gern haben wir können Sie gern haben daraus schliessen wir wir können uns gern haben. Geben und Nehmen!
Alles Gute Ihr Herrmann Finkelsteen
Lieber Herr Finkelsteen,
erst jetzt sehe ich, dass ich Ihren Namen beim letzten Mal falsch geschrieben habe. Entschuldigen Sie bitte. Und Danke für Ihr Feingefühl. Agression aber liegt mir gänzlich ferne, lieber Herr Finkelsteen. Wie Sie schon richtig bemerken, Geben und Nehmen. Es ist ein Hin und ein Her. Ihr sandiger Boden gefiele mir wohl, schon wegen des Kartoffel-Anbaus. Ich bin aber gewohnt, nur Elite-Kartoffeln zu ernten. Da bin ich sehr egoistisch, ich gebe mich nur mit den dicksten zufrieden. Hoffentlich verstehen Sie das nicht miss. Mit Agression hat das nichts zu tun, ganz im Gegenteil, jeder soll die Kartoffeln bekommen, die er verdient. Falls es Sie interessiert, mein nächstes Buch wird voraussichtlich im Kartoffeldruck erscheinen, weil mein Verleger der Meinung ist, Miss Johnen fehlt die Stärke. Hoffentlich dachte er dabei nicht an den letzten Grünen. Der ist doch nur eine Randfigur.
Ihr Pater Kneippbach
Lieber Herr Kneippbach,
wie wäre es mit einer Missionarsstellung bei uns in Uribistan? Die Einführung der Anthropsfy in unseren ländlichen Gegenden ist noch sehr harzig.Sie wären der Richtige, der zu unseren Kartoffelbauern in den Lowlandz sprechen könnte. Bringen Sie Licht in die dunklen Gemüter unserer Kartoffelbauern.
Ein herzlich grüssender und sich in Ihrem Geisteslicht sonnender Herrmann Finkelsteen
P.S. Das mit dem falsch geschriebenen Namen ist natürlich ein Fehler, aber gerade die Fehler verleihen Ihnen so ein menschliches und zugängliches Wesen.
verehrter Pater,
Sie haben immer nur die größten Kartoffeln? - Große Kartoffeln bekommt man durch Stickstoffgaben, da dieser Wasser in die Knollen treibt. Biologische Ware ist kleiner und enthält weniger Wasser. Dafür hat sie aber eben mehr Feststoffgehalt und hält deswegen besser und schmeckt auch anders. Einfach gesagt, sie hat mehr Inhalt.
Sollte das also ein Synonym für Ihre Lehre sein?
Habe ich mich also evtl. wieder in meinem Lehrer getäuscht? Das scheint mein Karma zu sein.
In der Hoffnung, SIE überzeugen mich vom Gegenteil verbleibt Ihr
Jünger
Uli
Lieber Uli,
keine Sorge, Sie schaffen das schon. Nehmen Sie ihr Karma ganz fest bei der Hand und sagen Sie 10 X ganz laut und deutlich: Icke. Wenn sie das geschafft haben, macht ihnen kein Pater Probleme mehr und hätte er auch noch so dicke Kartoffeln. Und die Schriftsteller mit den dünnsten Büchern schon gar nie nicht mehr.
Ihr Pater Kneippbach
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