Sonntag, 6. April 2008

Seifenblasen

Liebe Freundinnen und Freunde,
ich werde noch zum Technik-Freak, denn ich melde mich von unterwegs aus einem Internetcafe; Ich bin viel auf Reisen zur Zeit. Manchmal bin ich ganz schön kaputt von dem vielen Gerede und den wichtigen Veranstaltungen, auf denen ich sprechen muss. Aber meine Zuhörer sind mir unendlich dankbar, dass ich Ihnen sage, wo es lang geht. Glauben Sie mir, dass schaffe ich nur, weil ich mehr als andere auf meine seelisches Muskelspiel achte. Sehen Sie sich doch mal Menschen wie mich an und dann werfen sie einen Blick auf die, die einfach nur so rumleben: Der Unterschied ist beträchtlich. Während bei mir die spirituellen Muskeln geradezu sichtbar sind, gehen die anderen krumm und haben keine Haltung. Scherzhaft könnte man sagen, es ist ein Hohlkreuz mit all diesem unspirituellen Gelichter. Aber wir sind ja tolerant im Geiste. Bei uns darf jeder meine Meinung haben. Das war natürlich nur ein verspäteter Aprilscherz. Bischof Kohn sagt immer: Ich trage mein Kreuz und kenne keine Schranken und da gebe ich ihm gern Recht. Er heißt schließlich auch Andreas mit Vornamen. Wenn wir uns sehen, versprechen wir uns immer: Bis hierhin und nicht weiter! Aber ich halte mich selten daran.
Von Kollegen, die es noch nicht so weit gebracht haben wie ich (und das sind viele), werde ich oft gefragt, ob von der Berufsgenossenschaft der Geistlichen der seelische Muskelschwund als Berufskrankheit anerkannt wird. Ich frage dann zurück: Haben wir überhaupt eine Genossenschaft und überhaupt: sind nicht Genossen alles nur linke Stützstrümpfe? Und das WIR ist nur eine riesengroße Illusion? Plopp!
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag!
Ihr Pater Kneippbach

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Sie reden mir aus der Seele, Pater Kneippbach.
Und überhaupt wie Sie das nur so formulieren können, ist einfach umwerfend.



Der Zaungast von nebenan.